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T. Seidel

Wenn frontal – dann aber “richtig”

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Kunststunde 4. Klasse: Wir basteln Blüten mit Papier und Draht. Dazu muss man vier etwa 10 mal 4 cm große Blätter mehrfach falten und mit einem Draht verbinden. Wie demonstriert man das? Es gibt mehrere Wege (s.u.). Ich habe mich für die Dokumentenkamera entschieden.

Meine mobile Dokumentenkamera war schnell installiert (obwohl das framework 3.5. für winXP ein paar Minuten benötigte) am Morgen vor dem Unterricht (als admin, steht ab nun dauerhaft zur Verfügung). Die Software ist unkompliziert, in einem Board-füllenden Fenster wird angezeigt, was unter der Schwanenhals-Kamera liegt (das ist ein bewegliche Vorrichtung für die eigentliche Kamera). Die Lichtverhältnisse – wie immer – schlecht, aber die Kamera-LED hilft.

 

Alle Schüler bekommen ihr Material (Papier, Schere, Draht). Ich sitze am Lehrertisch mit der Kamera und falte und schneide und rede wenig (!) dazu. Langsames Arbeiten, genaues Zeigen, Wiederholen sind hier wichtige Aspekte. Alle Schüler sind sehr aufmerksam bei der Sache!

Dann wird die Unterrichtssituation geöffnet – die Schüler arbeiten ohne zentrale Anleitung, sie variieren die Farben der Blütenblätter, eine “Wiese” (Styropor mit grünem Krepp) wird mit Blüten “bestückt”. Einige basteln zum Verschenken zu Hause!

Schon in der Mitte der Doppelstunde wird die Kamera eingepackt, damit es am Stundenende nicht so hektisch wird. Noch schnell ein Schnappschuss mit der Handycam – fertig.

Kann man auch anschauen (+ Zusatzinfos) unter www.mmgkunstblog.de

Andere Wege der Vermittlung – “Wie basteln wir die Blüte?” wären z.B. gewesen:

  • Plakate mit Bildern ausdrucken (eine Anleitung fand ich im Internet), an mehreren Stellen im Klassenraum aushängen oder in Gruppen geben (was in dieser Klasse in Kunst schwierig wäre).
  • “Schneeballprinzip” – einigen wenigen Schülern zeigen und erklären, die zeigen es dann den anderen….

Hat alles Vor- und Nachteile, könnte man methodisch-didaktisch vieles drüber schreiben… Aber mir ging es ja um den sinnvollen Einsatz des SMART Boards im Kunstunterricht.

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