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T. Seidel

Klicken statt blättern?

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EBooks erstellen für den Unterricht. (siehe dazu auch “Anleitungsheft analog oder digital?  http://schuleundcomputer.de/)

Mit „mybookmachine“ (www.mybookmachine.de) ist es einfacher geworden, eBooks für den Unterricht zu erstellen. Ist es sinnvoll „zu klicken statt zu blättern?“

Das „Buch“ scheint ein übertragbares Modell zu sein vom analogen Medium zum digitalen. In einem Buch werden Inhalte als Text und Bild (Grafik, Diagramm, Karte usw.) dargestellt. Um zur digitalen „Welt“ zu wechseln, wird überlegt, mit welchem Muster oder Modell man die Datendarstellung bewältigen kann. Dabei kann man beim „Buch“, nun der elektronischen Variante, bleiben. Eine Seite mit Daten links auf dem Bildschirm, eine rechts auf dem Bildschirm und anklicken bzw. elektronisches Umblättern (mit „Blätter-„Animation) zu weiteren Informationen.

Dabei lässt man die spezifischen digitalen Darstellungsformen wie webseite, wiki oder Blog beiseite und bezieht sich ganz auf das althergebrachte bekannte Buch.

Vorteile der digitalen Buchdarstellung

Eine bekannte Struktur vereinfacht den Gebrauch durch die Nutzer. Titelseite, Inhaltsverzeichnis und Inhaltsseiten kennt man und kann sich so schnell orientieren. Nutzer, die sich mit webtypischen Darstellungsformen nicht auskennen, können sich besser zurechtfinden in den „alten“ Strukturen. Ein eBook bietet noch etwas mehr „Stabilität“, als sich ständig ändernde Webstrukturen (neue Beiträge in Blogs rücken an die Stelle alter, Wikieinträge werden ständig verändert). Das bietet dem Nutzer ähnliche Sicherheit, wie der Griff zum gedruckten Buch.

Nachteile der digitalen Buchdarstellung

Das Internet ist voller Informationen, die in den seltensten Fällen als elektronisches Buch präsentiert werden. Eine Webseite mit Menü und Hyperlinks, ein Blog mit Kategorien für Beiträge oder ein Wiki mit Verlinkungsstruktur sind typische eingeführte Darstellungsformen. Kann man als Nutzer nun mit dem eBook umgehen, hat einen das auf keinen Fall kompetenter gemacht, im Internet insgesamt gut recherchieren und sich zurecht finden zu können, denn dort wird im Allgemeinen mit anderen Strukturen gearbeitet (s.o.).

Außerdem kommt es noch auf die technische Umsetzung an, denn in jedes gedruckte Arbeitsheft oder auf einer Fotokopie (Nicht im Schulbuch!) können die Schüler noch selbst Eintragungen machen, kommentieren, Lösungen zu Fragen notieren usw..

Inhalte des eBooks

Um einen Mehrwert des digitalen eBooks gegenüber dem Printbuch zu erhalten, müssen zumindest die multimedialen Möglichkeiten ausgeschöpft werden: Text, Bild, integrierte Videos (Erklärvideos u.a.), Links zu Webseiten, Tondokumente und Animationen. Eine PDF-Sammlung ist hier für Schüler wenig hilfreich.

(Vorläufiges) Fazit für den Unterricht

In bestimmten Fällen kann es sinnvoller sein, statt als Lehrer Stapel an Fotokopien zu erzeugen (die bei Schülern am Ende vielleicht doch „verschwinden“), ein digitales Buch mit Multimedianhalten zu erzeugen. So können die Schüler am PC oder Laptop/Tablet bestimmte Inhalte nachschlagen und selbstständig arbeiten. Andererseits sollte gerade in der Grundschule (bis Klasse 6) noch der haptische Aspekt berücksichtigt werden. Viele Kinder brauchen einfach etwas Anfassbares in der Hand.

Ein Arbeitsheft oder Buch kann auch zum Zeigen zu Hause und zum Arbeiten neben und vor dem PC sinnvoll sein. Es kommt also genau auf den Einsatz an, wann eher ein eBook und wann eher ein Arbeitsheft oder Buch eingesetzt werden sollte.

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