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T. Seidel

Wissensspeicher für Schüler

| 3 Kommentare

Überarbeitung

…mal wieder, ein Thema, dass mich seit einiger Zeit verfolgt.

Konkret: Im Methodenkurs “Computer” Klasse 5/6 wird Wissen für die Nutzung von SMART Notebook vermittelt.

Wie stelle ich als Lehrkraft den S. das Wissen (Glossar, Anleitungen usw.) zur Verfügung? (…und lasse Platz für Differenzierung, selbstständiges Erarbeiten durch die S. usw.?)

[Vorbemerkung: Im Hintergrund mitgedacht wird immer auch, wo die S. ihre Produkte lassen (ausgedruckte Bilder, Texte usw.). Entweder in einer Sammelmappe oder eingeheftet…]

Ein “Heft” kann dabei den S. am Anfang des Kurses vollständig ausgehändigt werden. In Kombination mit dem Lernportal (www.mmgkinderseite.de mit Links und downloads). Man kann als L. frontal damit “alle auf der gleichen Seite” arbeiten oder differenziert mit verschiedenen darin enthaltenen Aufgabenniveaus, Anregungen, Hinweisen zu den Links auf der MMGKinderseite usw.

Wie sieht das nun unterrichtspraktisch aus?

 

> Als einzelne Arbeitsblätter nacheinander
+ bekannte Arbeitsmaterial für S
+ kann leicht für den nächsten Kurs aktualisiert oder verändert werden
+ wenn der L. schon alle AB hat, kann binnendifferenzierend “nachgeliefert” werden; schnelle S. können dann schon mehr machen
– Material/Kopie-verbrauch
– Aufwand für L. alles zu verschriftlichen, inkl. Screenshots
– AB müssen verwaltet werden, immer Exemplare für “Nachzügler” und “Vergessliche”

> Als Heft (gebunden, Klebebindung o.ä.)
+ wirkt “wichtiger” und “wertiger” als die üblichen Arbeitsblätter
+ jede/r S. kann nach Belieben nachschlagen (oder dazu vom L. motiviert werden)
+ ein gewisser möglicher Wissen- und Kenntniskanon ist damit vorgegeben
– Kosten bei der Vervielfältigung und Bindung (Ringbindung)
– es können vom L. keine inhaltlichen Änderungen mehr im Laufe des Schuljahres vorgenommen werden

> Als Hefter (Schnellhefter)
+ ähnlich “wertig” wie ein Heft, Blätter ordentlich und geschützt
+ einzelne AB können nachgeliefert werden
+ kann gut umgeblättert werden beim Arbeiten
– nicht ganz so “wertig” wie ein Heft

> Heftstreifen (kleines Pappteil mit Metallklammer für die Löcher…)
+ neue Arbeitsblätter können hinzu geheftet werden
+ preiswert
– nicht sehr “wertig”
– einzelne Seiten sind schnell beschädigt

> Klemmhefter
+ wertig, transparenter Schutz für schönes Titelbild
+ schützt die Blätter
+ kann jederzeit ergänzt werden
– umblättern, offen liegen lassen zum Abschreiben oder Lesen eher unpraktisch

> Online als PDF
+ effektiv für den L., kann die PDF aktualisieren und pflegen
+ kann an beliebigem PC “nebenbei” geöffnet werden
+ geeignet als reines Nachschlagewerk (Glossar und Anleitungen)
– die S. haben “nichts in der Hand”
– die S. können nichts reinschreiben (Antworten, Anmerkungen, ausmalen, mit Pfeilen verbinden usw.)

> Online als Wiki o.ä.
+ die S. können sich kollaborativ beteiligen
+ der L. kann es mit pflegen
+ geeignet als Nachschlagwerk
– muss erst durch die S. gefüllt werden

(ich denke, das Wiki braucht neben den hier eher unterrichtspraktischen Erwägungen noch einmal einen eigenen Beitrag

Vorläufiges Fazit:
Ein Klemmhefter-transparent scheint zunächst der beste Kompromiss: wertig, schöne ansprechende Aufmachung möglich (Titelbild), schützt die einzelnen Blätter), kann ergänzt werden, preislich akzeptabel.

Darin: Anleitungen, Übungen, Anregungen, Hinweise auf die www.MMGKinderseite.de u.a.
kombiniert mit dem aktuellen Tagesplan für die Unterrichtsstunden, Links und downloads im Lernportal

3 Kommentare

  1. Die Idee des Wissensspeichers ist natürlich schon alt aber nicht aus der Mode. Ich benutze dazu bei manchen Unterrichtseinheiten einen Blog, den ich nach außen schließe. So ist es möglich mit den Schülern zu kommunizieren.
    Dies geht natürlich nur mit entsprechender Planung, wie z.B. klare Verteilung der Rollen, Zugänge und Aufgaben.
    Hier entfällt der Aspekt, dass die Hefter Zuhause vergessen werden und total beschmiert oder verknickt sind.
    Natürlich mehren sich bei der Blog-Variante am Anfang die Probleme wie Zugang oder Verpflichtung. Daher bietet es sich hier an eine Doppelstunde nur dieses Vorgehen zu üben und zu planen. Natürlich muss die Infrastruktur auch da sein und die Klassenräume einen akzeptablen Internetanschluss haben.
    Schöne Grüße
    C. Emke

    • Hallo, danke für deinen Kommentar. Legt ihr trotzdem noch Hefter an, die man dann aufheben kann? …die man offline lesen kann? Was passiert mit dem Blog nach dem Kurs?
      Ich denke, wir fahren da zweigleisig: herkömmlich (Hefter, Heft…) und bald noch mehr digital. Meine Grundschüler brauchen auch noch etwas buchstäblich „in der Hand“.

      Grüße aus Berlin
      Thomas S.

      • Wir machen es natürlich auch (wie immer) mit Heftern, welche wir allerdings auch manchmal als Wiki oder als Blog zusammenfassen. Damit bleiben sie erhalten und können nochmals angeschaut werden. Das Problem ist es bloß eine vernünftige Struktur und Übersicht zu gewährleisten. Auch meine Sek. I Schüler brauchen manchmal etwas in der Hand…damit sie sich erinnern. 🙂
        Ich versuche aber gerade auf dem Blog meines ECDL Kurses http://ecdl.dbs-steinfeld.de mit den Schülern das Lernen online zu gestalten und sie dazu anzuhalten aktiv zu wirken.
        Auf meinem eigenen Blog (http://cemke.de), den ich leider etwas vernachlässigt habe gehe ich momentan dazu über elektronische Tests auszuprobieren. Diese sind momentan mit der Software Starquiz erstellt.

        Schöne Grüße
        Christian Emke

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