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T. Seidel

Anklicken können, aber keine Ahnung, wie man eine Internetadresse eingibt…

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Nach längerer Pause mal wieder eine Beobachtung aus dem Unterricht unter dem Motto: “Google ist allmächtig”. Für die Schüler/-innen unserer Grundschule führe ich ein Lernportal. Schwierige Internetadressen zu Lern- und Übungsangeboten im Internet brauchen sie so nicht umständlich im Browser einzugeben, sondern können sie einfach in einer Liste anklicken (www.mmgkinderseite.de). Als wir nun aber eine Internetadresse (URL) aus einem Übungsheft zur Radfahrprüfung nutzen wollten, mussten die Kinder diese selbstständig abtippen, passierte – mal wieder – folgendes: Fast alle tippten die volle Adresse mit www und .de in das Google-Suchfeld ein. Das ist nicht nur überflüssig, sondern führt auch noch zu unpassenden Suchergebnissen in Google, die munter angeklickt wurden.

Fazit: Das tolle Lernportal nimmt den Kindern (Klasse 4) wohl ein bisschen zu oft das manuelle Eintippen ab, so dass sie es gar nicht richtig können. Einfache Adressen sollten sie also schon selbst eingeben an der richtigen Stelle, komplizierte weiterhin über die Linkliste im Lernportal.

Und: Nochmal im Unterricht ganz stark bearbeiten, was der Unterschied ist zwischen der Eingabe im SUCHfeld von Google (wenn ich etwas SUCHE) und der Adresszeile im Browser (wenn ich die Adresse SCHON HABE)

Da schwebt mir schon ein Arbeitsblatt vor…..

Ein Kommentar

  1. …das bestätigt sich auch in diesem Schuljahr…. Klar, die Schüler/-innen müssen sich in Hypertexten zurechtfinden (also Links in Texten finden und anklicken), aber eben auch Internetadressen selbst eingeben können. Ich werde auch in meinen Aufgaben, die ich in meinem Lernportal stelle, öfter mal nicht verlinken („Klicke hier, um zum INternet-ABC zu kommen“), sondern auffordern, eine Adresse im Browser einzugeben („Öffne einen neuen Tab im Browser und gib die Adresse http://www.internet-abc.de ein“…), wenn sie nicht zu lang und zu kompliziert ist.

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